JOB Bergbaumuseum Sehnde
Das Gelände Hohenfels auf dem Berg in Wehmingen
aktuell bekannt als Hannoversches Straßenbahn Museum,
war die erste Anlage in dieser Region zur Förderung von Salz.

zum Verschieben: Historische Aufnahme und aktuelles Foto
Sehnde ist durch die Industrialisierung zu dem geworden, was es heute ist; gewachsen mit dem Kalibergbau, der Ziegelei und der Zuckerrübenfabrik. Dazu waren die Verkehrswege wie Straße, Schiene und Kanal notwendig. All das hat zu dem Wachstum zur Stadt Sehnde beigetragen. Heute ist uns nur noch die begrünte Kalihalde und die Erinnerung an diese Industrieanlagen geblieben und viele Sehnderinnen und Sehnder haben durch Eltern und Großeltern noch eine Verbindung zu den "Kumpeln unter Tage".
Auch ich bin mit dem Kalibergbau verbunden. Geboren in Philippsthal an der Werra. Mein Vater hatte in dem Werk Hattorf gearbeitet; dieses Werk ist auch heute noch aktiv. Im Dezember 1955 sind wir dann nach Sehnde gezogen; Vater bekam hier seinen Posten als Steiger. Zuerst wohnten wir im Hermann-Löns-Weg (Klein-Bolzum) und zogen dann später in die Bismarckstraße. Ich war auch ein paar Mal in der Grube. Die erste Besichtigung mit der Schule und später kamen weitere Grubenfahrten dazu. Es war schon interessant - und immer schön warm - aber kein Anreiz für mich, in dieser Welt tätig sein.
Werbung ist am Anfang entscheidend
Der 1. Flyer

Start in Hohenfels
Hans-Gustav Gorray hatte mit Freunden schon seit Jahren intensiv in dem Fördermaschinengebäude auf Hohenfels gearbeitet. Einen 10 Meter hohen Raum weiß zu streichen, macht man mal nicht eben an einem Wochenende. Und nebenan war noch der Raum für den Stromwandler mit E-Motor. Das Ziel ist nach wie vor die Eröffnung des Maschinengebäudes für Besucher.
Und da sprach mich Gustav im Sommer 2022 in der Eisdiele an, ob ich mal Fotos von Hohenfels machen könnte. Es gab schon eine Dokumentation in der Reihe Zeitreise über Hohenfels. Seine Idee war, das Vorhaben zur Eröffnung weiter bekannt zu machen; auch um mehr Unterstützung von der Stadt Sehnde zu bekommen.
Gründung des Vereins
Bei der Gründung eines Vereins gibt es viel zu beachten, besonders wenn es ein eingetragener Verein werden soll. Der Name BERGBAUMUSEUM SEHNDE war schnell gefunden. Aber dann begann die Arbeit. Wer will als Vorstand die Leitung übernehmen? Wer will die Kasse führen? Weitere Interessenten müssen gefunden werden, die Verantwortlichen müssen zur Gründungsversammlung einladen werden, eine Satzung muss vorbereitet sein, dazu Datenschutzvereinbarungen. Ein maschinelles, durch das Finanzamt prüfbares Kassenbuch muss angelegt werden. Dazu ein Girokonto und, und, und. Nebenbei noch Visitenkarten, Flyer und eine Webseite. "Reiner macht das schon" war der Kommentar.

am 24.08.2023
die stolzen Gründungsmitglieder
Aktenlage: das war ein langer Weg bis zum Bergbaumuseum Sehnde e.V.
Anerkennung durch das Vereinsgericht mit Schreiben vom 18.01.2024. Am 14.02.2024 Antrag für ein Girokonto bei der Volksbank; Bestätigung am 05.04.2024. Gläubiger-ID für Lastschriftverfahren bei der Bundesbank am 03.04.2024 per Internet beantragt; Dauer bis zur Zuweisung der Gläubiger-ID per Mail nur 30 Minuten. Finanzamt Burgdorf bestätigte am 11.03.2024 die Körperschaft e.V. für das Bergbaumuseum.
Gespräch mit dem Bürgermeister über die weitere Vorgehensweise zur Öffnung des Museums am 11.03.2024.

18.01.2024
es ist geschafft
Die Gründungsversammlung fand am 24.08.2023 statt mit der Wahl des Vorstands und der Verabschiedung der Satzung. Am 20.09.2023 erfolgte die Unterschrift beim Notar in Lehrte und die Weitergabe an das Vereinsgericht Hildesheim. Ablehnung des Vereinseintrages mit Schreiben vom 16.11.2023, weil zwei Formulierungen in der Satzung nicht anerkannt wurden. Zweite Sitzung der Vereinsgründer am 12.12.2023 und neue Eingabe beim Vereinsgericht Hildesheim über einen Notar in Sievershausen.
Zusammenarbeit
Auf dem SNNTG-Festival führten Gustav und ich für interessierte Besucher eine Führung über das Gelände Hohenfels durch; mit entsprechender "Bergmannsuniform". Zum Abschluss des Jahres findet jedes Jahr auf dem Gelände die Lichterschau statt. Die historischen Gebäude sehen mit dieser Beleuchtung wunderschön aus.

Das Jahr 2024 war für unseren Verein ein erfolgreiches Jahr. Es gingen Spenden ein, neue Mitglieder wurden begrüßt und auf dem Gelände Hohenfels stellte sich der Verein an den Öffnungstagen des Hannoverschen Straßenbahnmuseums vor. Gemeinsame Fahrten zu Besucherbergwerken standen auch auf dem Programm.
Rückzug
Meine Aufnahmen mit den Hinweisen schienen einigen Mitgliedern nicht zu gefallen. Das merkte ich daran, dass der Schlüssel für den Eingang des Gebäudes im Schlüsselkasten immer fehlte, wenn ich Aufnahmen machen wollte. "Der Schlüssel ist verloren gegangen, der Schlüssel wurde aus Versehen nicht wieder in den Kasten gehängt, der Schlüssel wurde aus Versehen mit nach Hause genommen". Das waren die Ausflüchte, wenn ich nach dem Verbleib des Schlüssels gefragt hatte. Damit war für mich klar: man wollte mich nicht im Gebäude haben; ich solle doch bitte meine Arbeit am Schreibtisch machen.
Auf Grund dieses gestörten Vertrauens hatte ich dann zum 30.04.2025 meinen Austritt aus dem Bergbaumuseum erklärt.

In der Besprechung mit dem Vorstand des HSM wurde am 26.05.2024 festgelegt, wie sich das Gebäude des Fördermaschinenhauses zum Bergbaumuseum weiter entwickeln soll. Es wurde sehr viel im Keller gearbeitet, Ausstellungsideen wurden in dem Chaos stückweise umgesetzt. Für mich war das Obergeschoss mit der Fördermaschinenanlage für zukünftige Besucher wichtig. Und so habe ich Aufnahmen von Bauteilen gemacht und weitergegeben, die m.E. auf der Liste der durchzuführenden Arbeiten ganz nach oben gesetzt werden sollten.




